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Verwaltung Mo–Do 8:00–14:30, Fr 8:00–12:00 Staig 72, 4690 Schwanenstadt 07673/6623 24-h-Bereitschaft: 0664/313 06 04

Vom Hausanschluss bis zum Acker

Wie das Abwasser aus elf Gemeinden zur Kläranlage kommt – und warum der Klärschlamm am Ende wieder auf den Feldern landet.

Kanäle

Ein Netz, das elf Gemeinden verbindet

Verband und Mitgliedsgemeinden haben in den vergangenen Jahrzehnten mit großem Aufwand Kanäle, Pumpwerke, Regenüberläufe und Regenüberlaufbecken gebaut. Das Netz besteht aus den Verbandskanälen und den Ortskanälen der Gemeinden – und es wächst weiter.

Kläranlage von oben, umgeben von Wiesen und Wald

Mischsystem

Schmutz- und Regenwasser fließen gemeinsam in einem Rohr. So ist es in den dicht bebauten, lange angeschlossenen Teilen der Gründungsgemeinden Schwanenstadt, Schlatt, Pitzenberg, Rüstorf und Desselbrunn.

Damit Kanäle nicht riesig werden und die Kläranlage bei Regen nicht überläuft, braucht es Regenentlastungen. Nach dem Stand der Technik kommen dabei im Jahresmittel über 90 % der Schmutzstoffe trotzdem zur Kläranlage.

Trennsystem

Schmutz- und Regenwasser haben jeweils ihr eigenes Rohr. So wird in den lockerer bebauten, später angeschlossenen Gebieten, in Redlham und in den neueren Mitgliedsgemeinden Atzbach, Niederthalheim und Rutzenham entsorgt.

Klärschlamm

Vom ungeliebten Nebenprodukt zum Dünger

In jeder Kläranlage bleibt neben sauberem Wasser ein zweites Produkt übrig: Klärschlamm. Mit rohem Abwasser hat er so viel gemeinsam wie Kompost mit Küchenabfällen – Mikroorganismen haben ihn zu einer stabilen, humusähnlichen Masse umgebaut.

Ob er auf die Felder darf, entscheidet eine genaue Analyse nach dem Oö. Bodenschutzgesetz. Unser Klärschlamm hat die Anforderungen in den vergangenen Jahren immer erfüllt; der Gehalt an Schwermetallen liegt etwa im Bereich von Gülle. Zeigt eine Prüfung einmal zu hohe Werte, wird er ordnungsgemäß entsorgt.

Gut für die Umwelt

  • kein Deponieraum und keine teuren Altlasten
  • keine Energie für das Trocknen
  • kurze Wege zum Acker
  • ersetzt Mineraldünger – und Phosphor ist ein endlicher Rohstoff

Gut für die Region

  • geringere Kosten für alle Kanalbenützer
  • günstigerer Dünger für die Landwirtschaft
  • Nährstoffe bleiben im Kreislauf und sparen CO₂

Sie können mithelfen

Je sorgfältiger alle mit dem Abwasser umgehen, desto länger kann der Klärschlamm als Dünger genutzt werden.

Infobroschüre (PDF)